Querungsstelle Risershus mit deutlich höheren Kosten
Die Querungsstelle Risershus ist mittlerweile gebaut. Nun fehlt noch der Deckbelag, welcher voraussichtlich in diesem Jahr eingebaut wird. Die Politische Gemeinde Muolen stand dem Projekt von Beginn weg kritisch gegenüber, insbesondere hinsichtlich der Dimensionierung und der zu erwartenden Kosten. Gleichzeitig wurde anerkannt, dass die Querungsstelle einen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit für den Fuss und Veloverkehr leisten kann. Der Bau wurde schliesslich vom Kanton St. Gallen vorgegeben und umgesetzt.
Ursprünglich wurde das Projekt im Jahr 2022 mit Gesamtkosten von rund 817’000 Franken genehmigt. Der nun vorliegende bereinigte Kostenvoranschlag weist effektive Gesamtkosten von rund 1,2 Millionen Franken aus. Dies entspricht einer Kostensteigerung von rund 386’000 Franken beziehungsweise rund 47 Prozent. Als Hauptgründe für diese Mehrkosten nennt der Kanton unter anderem unerwartet schlechte Bodenverhältnisse, zusätzliche Aushub- und Belagsarbeiten, Verzögerungen im Bauablauf, die allgemeine Teuerung sowie Mehraufwendungen in der Projektleitung. Ein Teil der Mehrkosten konnte durch Minderkosten in anderen Bereichen kompensiert werden, insgesamt bleibt jedoch eine erhebliche Kostenüberschreitung.
Gemäss Strassengesetz ist die Gemeinde verpflichtet, sich mit 35 Prozent an den Kosten für Geh- und Radwege zu beteiligen. Bereits beim ursprünglichen Kostenvoranschlag ergab sich daraus ein Gemeindebeitrag von rund 65’600 Franken. Aufgrund der genehmigten Mehrkosten erhöht sich der Anteil der Gemeinde zusätzlich um rund 10’600 Franken. Der Gemeinderat nimmt diese Entwicklung mit Bedauern zur Kenntnis. Die Kostenentwicklung bestätigt rückblickend die kritische Haltung der Gemeinde gegenüber dem Projekt. Unabhängig davon kommt die Gemeinde ihren gesetzlich festgelegten finanziellen Verpflichtungen nach.